Wenn´s nicht lauft, kommt auch noch das Pech dazu

Wieder einmal ein früher Rückstand, gekämpft und den Ausgleich erzielt, ein unnötiger Eckball bringt die Gäste neuerlich in Front, dann endet ein verhungerter Rückpass zum Goalie mit einem Strafstoß, ein Freistoß wird vom Rücken eines Gegenspielers unhaltbar abgefälscht, …..

„Unsere einstudierten Standardvarianten haben funktioniert“ – Süssenbrunn zieht nach der Pause auf 5:2 davon

Bericht LIGAPORTAL Sonntag, 04. Oktober 2026 15:02

In der Oberliga B hat sich der SC Süssenbrunn am Sonntagvormittag beim ASV Gartenstadt mit 5:2 durchgesetzt. Zur Pause stand es noch 1:1, ehe die Gäste das Spiel nach dem Seitenwechsel klar auf ihre Seite zogen. Trainer Martin Pölzleithner sprach zwar von keiner guten Leistung seiner Mannschaft, hob nach dem Auswärtssieg aber vor allem die einstudierten Standards als entscheidenden Faktor hervor.

Frühe Führung, dann der Ausgleich

Für Süssenbrunn begann die Partie mit einem frühen Erfolgserlebnis. Daniel Ipser brachte die Gäste bereits in der 6. Minute mit 1:0 in Führung, doch eine richtig saubere und flüssige Vorstellung wurde daraus zunächst trotzdem nicht. Pölzleithner brachte den Charakter dieser Begegnung nach dem Schlusspfiff treffend auf den Punkt: „Spielerisch war es heute keine hochklassige Partie.“ Gartenstadt blieb dadurch in Reichweite, kam in der 27. Minute durch Fahrettin Kaya zum 1:1 und nahm diesen Zwischenstand auch mit in die Pause. Aus Sicht der Gäste war es damit eine erste Hälfte, in der das Ergebnis noch offen blieb und in der man dem eigenen Spiel deutlich mehr hinterherlief, als dem Trainer lieb sein konnte.

Warum Süssenbrunn lange nicht ins Spiel fand

Gerade mit dem eigenen Ballbesitz war Pölzleithner nach dem 5:2 überhaupt nicht zufrieden. „Das Passspiel war nicht auf der Höhe, wo wir es erwartet haben. Die Entscheidungsfindung in gewissen Situationen auch nicht“, sagte der Süssenbrunn-Coach, der auch in Sachen Intensität und Konsequenz einiges vermisste. Dazu kam, dass Gartenstadt den angekündigten Weg tatsächlich suchte: viele lange Bälle hinter die Abwehrkette, dazu tiefe Läufe und Tempo über die Außenseiten. Genau dort sah der Trainer in der ersten Hälfte Probleme. Obwohl es angesprochen worden sei, habe die Absicherung hinter der Viererkette zunächst nicht gut funktioniert. Erst nach der Pause, so Pölzleithner, sei die Abstimmung in diesen Situationen besser geworden. Auch die ungewohnte Anstoßzeit spielte für ihn eine Rolle. „Sonntag um elf Uhr ist für uns eine komplett ungewohnte Zeit, und ich denke, das hat man heute am Platz auch gesehen.“