Leider ein bitterer Fehlstart in die Meisterschaft 2026/27
„Wir sind ständig am Verteidigen gewesen“ – Gartenstadt startet mit 0:4
Spielbericht LIGAPORTAL Sonntag, 06. September 2026 19:40
Zum Auftakt in der Oberliga B setzte es für den ASV Gartenstadt gegen den FCJ Alt-Ottakring eine klare 0:4-Heimniederlage. Trainer Günther Segulin sprach danach von einem verdienten Ergebnis und sah den größten Unterschied im Läuferischen und Konditionellen. Dazu kam, dass Gartenstadt offensiv kaum ins Spiel fand, früh in Rückstand geriet und damit von Beginn an einem unangenehmen Verlauf hinterherlief.
Früher Rückschlag und ein bitterer Treffer vor der Pause
Für Gartenstadt begann die Partie denkbar schlecht. Schon in der 2. Minute brachte Oliver Neustifter die Gäste in Führung, und Segulin schilderte auch, warum ihn dieses frühe 0:1 besonders ärgerte. Nach einem Eckball von rechts sei der Ball über die gesamte Abwehr geflogen, am Fünfereck habe dann ein Ottakringer frei abschließen können. Damit war die Richtung früh vorgegeben. Noch schmerzhafter wurde es aus Sicht der Gastgeber aber unmittelbar vor dem Seitenwechsel, als Lazar Cikarevic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 0:2 nachlegte. „Das 2:0 mit dem Pausenpfiff war ziemlich schmerzhaft“, sagte Segulin, der diese Szene klar als einen der Punkte nannte, die seiner Mannschaft den Boden unter den Füßen wegzogen.
Warum Gartenstadt offensiv kaum stattfand
Der Trainer redete nach dem Spiel nicht lange um den heißen Brei herum. „Das war heute für uns eine verdiente Niederlage“, sagte Segulin, und seine Erklärung dazu war deutlich. Vor allem nach vorne sei fast nichts gelungen. „Die Offensive ist in der ersten Hälfte komplett ausgefallen“, hielt er fest. Der einzige Stürmer sei über weite Strecken allein gelassen worden, dazu habe Gartenstadt im Mittelfeld keine Präsenz entwickelt. Besonders kritisch sah Segulin das Spiel nach den eigenen Abstößen. „Unsere Abstöße sind alle zum Gegner gegangen. Wir haben da keine Präsenz im Mittelfeld gehabt“, sagte er. So musste seine Mannschaft immer wieder hinterherlaufen, bekam keinen Zugriff und fand kaum einmal in längere Ballbesitzphasen. Oder, wie er es selbst auf den Punkt brachte: „Wir sind ständig am Verteidigen gewesen und so kann man halt kein Spiel gewinnen.“
Kurze Drangphase, dann machte Ottakring alles klar
Nach der Pause zeigte Gartenstadt laut Segulin immerhin für einige Minuten eine bessere Reaktion. Der Coach sprach von einer Drangphase über zehn bis fünfzehn Minuten, in der es „ein bissl besser gelaufen“ sei. Die Hoffnung auf eine engere zweite Hälfte bekam aber in der 73. Minute den nächsten Dämpfer. Nach einem Fehler im Mittelfeld fiel das 0:3 durch Erwin Kittinger, und für Segulin war damit die Partie im Grunde entschieden. „Dann war die Partie in Wirklichkeit gelaufen“, sagte er offen. Dass Kittinger in der 85. Minute auch noch das 0:4 folgen ließ, passte aus Sicht des Trainers zum Gesamtbild. Segulin gratulierte Ottakring ausdrücklich und sprach von einem verdienten Sieg. Der Gegner habe sein Spiel konsequent durchgezogen, sei läuferisch und kämpferisch überlegen gewesen und habe seine Chancen „relativ gut genützt“.
Keine Ausreden, aber ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen
Segulin suchte trotz der klaren Niederlage keine billigen Ausflüchte, sprach aber durchaus die schwierigen Begleitumstände an. Er verwies auf drei Ausfälle vor dem Spiel und darauf, dass später noch eine Verletzung im Mittelfeld dazukam. Entscheidend war für ihn trotzdem etwas anderes. „Das ist keine Ausrede“, betonte er, ehe er den Unterschied noch einmal klar benannte: „Der größte Unterschied war heute einfach das Läuferische und das Konditionelle.“ Auch die Schiedsrichterleistung bewertete der Trainer insgesamt fair. Abgesehen von einigen aus seiner Sicht skurrilen Entscheidungen eines Assistenten sei das „ganz gut“ und „okay“ gewesen. Wichtig war ihm am Ende vor allem der Blick nach vorne. „Die Spieler brauchen nicht den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte Segulin. Es sei erst das erste Meisterschaftsspiel gewesen, und mit einer kompletteren Mannschaft werde Gartenstadt, so seine Hoffnung, auch wieder andere Auftritte zeigen.









































