Mit einem kräftigem Bauchfleck rutschten die Gartenstädter in die untere Tabellenregion ab. Leider konnte die Mannschaft eine 2:0 Führung nach 30 Minuten nicht nutzen, der vermeidbare Anschlusstreffer brachte Verunsicherung, mit dem Ausgleich kippte das Match, der 3. Treffer der Heimischen nach einem Freistoß in Minute 44 brachte schließlich die Entscheidung. Die zweite Spielhälfte verlief ausgeglichen, wobei es Süssenbrunn immer wieder schaffte die Gartenstädter mit ruppigen Attacken aus dem Konzept zu bringen.
Martin Pölzleithner (Trainer SC Süssenbrunn): „Nach dem 2:2 war ein Ruck da“
Bericht LIGAPORTAL Samstag, 25. April 2026 18:39
In der Oberliga B drehte SC Süssenbrunn gegen ASV Gartenstadt in Runde 19 ein 0:2 in ein 3:2 und holte drei ganz wichtige Punkte. Nach einem verschlafenen Start trafen Christian Muckenhuber (9.) und Abdalla Abou El-Atta (18.) für die Gäste, ehe Patrik Puskas mit einem Doppelpack (31., 41.) und Maximilian Kastner (44.) noch vor der Pause antworteten. In Halbzeit zwei brachte Süssenbrunn die Führung mit viel Arbeit über die Zeit, kurz vor Schluss sah Jürgen Hofstädter noch Rot (88.).
Verschlafene 30 Minuten und ein 0:2, das erst wachrüttelte
Die Partie begann aus Sicht der Hausherren mit einem dicken Dämpfer. „Wir haben die ersten dreißig Minuten komplett verschlafen“, brachte Trainer Martin Pölzleithner das Defensiv- und Anlaufverhalten seiner Truppe auf den Punkt. „Wir waren überhaupt nicht intensiv, alles in einem Trab, kein Sprint – viel zu wenig.“ Gartenstadt nutzte die schläfrige Phase eiskalt: Christian Muckenhuber netzte in Minute 9 zum 0:1, und als Abdalla Abou El-Atta in der 18. Minute auf 0:2 stellte, hing Süssenbrunn früh in den Seilen. Danach veränderte sich die Körpersprache. „Mit Fortlauf des Spiels ist es besser geworden“, so Pölzleithner, dessen Team den Schalter umlegte, höher anlief und mutiger die Zweikämpfe annahm. Süssenbrunn kam ins Spiel, suchte Abschlüsse und legte die Basis für die Wende.
Puskas-Doppelpack, Kastners Führung – und der Moment, in dem es kippte
Der Anschluss war der Startschuss. In Minute 31 traf Patrik Puskas zum 1:2, und die Gastgeber blieben am Drücker. Zehn Minuten später war es erneut Puskas, der nachsetzte und das 2:2 (41.) besorgte. „Speziell nach dem Ausgleich ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, beschrieb Pölzleithner den spürbaren Stimmungswechsel am Feld. „Da habe ich gemerkt: Die Mannschaft ist bereit, das heute zu drehen und intensiv zu Ende zu spielen.“ Genau das passierte: Noch vor der Pause stellte Maximilian Kastner in Minute 44 auf 3:2 – ein Brustlöser, der sich aus der neu gewonnenen Entschlossenheit ergab. „Zum Glück haben wir das Spiel in der ersten Hälfte noch gedreht“, sagte der Coach, der den Charakter seiner Elf hervorhob: nicht aufgeben, zulegen, Chancen nutzen – so holte sich Süssenbrunn die Pausenführung.
Viel Moral, leere Akkus und enge Tabelle – Süssenbrunn bringt das 3:2 heim
Nach dem Seitenwechsel blieb es eine Willensleistung. Pölzleithner verschwieg nicht, dass die vielen Blessuren Spuren hinterlassen: „Wir haben derzeit einige verletzte Spieler, die Woche für Woche spielen müssen und nicht über neunzig Minuten Tempo gehen können.“ Entsprechend wurden die Beine schwer. „In den letzten 25, 30 Minuten war bei fast jedem Offensivspieler der Akku leer. Daran müssen wir arbeiten, damit wir über die volle Distanz das Tempo gehen.“ Gartenstadt suchte den Ausgleich, kam aber auch in der Schlussphase nicht mehr ins Rollen – im Gegenteil: Jürgen Hofstädter sah in der 88. Minute Rot, ohne dass sich am Ergebnis noch etwas änderte. Zum Gegner meinte der Coach: „Ich habe Gartenstadt gegen Donaufeld 1b beobachtet, wir wussten was uns erwartet.“ Zur Leitung: „Der Schiedsrichter war im Prinzip in Ordnung.“ Und zum Stellenwert des Sieges wurde er grundsätzlich: „Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist das extrem eng – umso wichtiger waren diese drei Zähler heute.“









































