Ein missglückter Abschlag unmittelbar vor der Pause und ein schwache geschossener Elfer waren die Knackpunkte.

Vergebener Elfmeter stoppt Gartenstadt – vierte Niederlage im vierten Spiel

Bericht LIGAPORTAL Samstag, 26. September 2026 19:27

In der Oberliga B hat SV Hirschstetten am Samstag ASV Gartenstadt mit 3:1 besiegt. Für Trainer Günther Segulin lag der Knackpunkt nach einer lange offenen Partie vor allem im vergebenen Elfmeter nach der Pause. „Wenn das ein Tor gewesen wäre, wäre das der Ausgleich gewesen und vielleicht die Wende im Spiel“, sagte der Gartenstadt-Coach nach der vierten Niederlage im vierten Spiel.

Mit dem Pausenpfiff ins Hintertreffen geraten

Aus Sicht der Gäste war es zunächst eine Partie, in der vieles möglich schien. Segulin sprach von einer „sehr offenen ersten Hälfte“, in der sein Team durchaus im Spiel war. Umso bitterer war für Gartenstadt der Rückstand genau in jener Phase, in der man eigentlich ohne Schaden in die Kabine kommen wollte. In der 45. Minute traf Robin Pfaller zum 1:0 für Hirschstetten, und genau dieser Zeitpunkt nagte hörbar am Trainer. „Wir haben wieder ein Tor in der 45. Minute bekommen, mit dem Halbzeitpfiff“, sagte Segulin. Er beschrieb den Treffer als Schuss ins lange Eck und stellte zugleich klar, dass sein Tormann dabei nichts machen konnte. Für Gartenstadt war dieses 0:1 nicht nur ein Rückstand, sondern der erste spürbare Dämpfer in einem Spiel, das bis dahin nach seiner Einschätzung keineswegs einseitig gewesen war.

Der Elfmeter als Bruch im Spiel

Nach dem Seitenwechsel versuchte Gartenstadt sofort, noch einmal zurückzukommen. Segulin berichtete, dass in der Pause Druck und Pressing angesprochen worden seien und daraus auch eine Angriffssituation entstand, die mit einem Elfmeter für sein Team endete. Doch genau dieser Moment wurde aus seiner Sicht zur entscheidenden Szene des Nachmittags. „Der Elfmeter war die Wende, weil das den Leuten so richtig den Mut genommen hat“, sagte der Trainer. Der Strafstoß wurde halbhoch geschossen, der Tormann hielt, und statt des möglichen 1:1 blieb Gartenstadt im Rückstand. Kurz darauf zog Hirschstetten nach. Ugljesa Lirsch machte in der 56. Minute das 2:0. Segulin sah die Gastgeber danach leicht im Vorteil, vor allem weil seine Mannschaft nervöser wurde. Er sprach von vielen unnötigen Diskussionen, und auch der letzte Pass nach vorne kam „fast nie“ an.

Läuferisch besser, personell geschwächt und ohne echte Belohnung

Segulin wollte die Niederlage nicht nur am Spielverlauf festmachen, sondern verwies auch auf die personelle Lage, ohne sie als Ausrede gelten zu lassen. „Derzeit fehlen uns sehr viele Verletzte und sehr viele Kranke“, sagte er und erzählte, dass am Morgen noch zwei Spieler abgesagt hatten. Das spüre man, wenn gewisse Positionen nicht mit Stammspielern besetzt seien. Trotzdem stellte er seiner Mannschaft beim Einsatz kein schlechtes Zeugnis aus: „Den Kampfgeist kann man den Spielern nicht absprechen. Jeder bemüht sich wirklich und gibt das Letzte.“ Gleichzeitig fiel sein Gesamturteil ernüchternd aus. „Nach vier Niederlagen kann ich aus dem Spiel nicht wirklich etwas Positives mitnehmen“, meinte der Trainer offen. In der Schlussphase erhöhte Mario Neumeister auf 3:0. Dass Fahrettin Kaya in der Nachspielzeit noch auf 3:1 stellte, änderte am Eindruck nichts mehr. Segulin gratulierte Hirschstetten fair, hielt aber ebenso fest: „Da wäre sicher einiges mehr drin gewesen.“ Nun richtet sich der Blick auf die kommende Aufgabe gegen Süssenbrunn, bei der Gartenstadt endlich die ersten Punkte holen will.