8 Ausfälle + 1 Kranker waren nicht zu ersetzen – Der äußerst unglückliche Führungstreffer und ein Stellungsfehler bei einem Eckball zerstörten den Spielplan. In Halbzeit 2 ging auch konditionell der Saft aus, wenngleich alle bis zu Schlusspfiff kämpften und alles gaben.

„Mit dem 1:0 ist das Eis gebrochen“: Donaustadt macht nach zäher erster Hälfte noch ein 7:0 daraus

Bericht LIGAPORTAL Samstag, 12. September 2026 23:53

In der Oberliga B hat KSC/FCB Donaustadt in Runde zwei gegen ASV Gartenstadt einen klaren 7:0-Heimsieg eingefahren. So eindeutig das Ergebnis am Ende war, so zäh begann die Partie zunächst. Trainer Leopold Anzböck sprach von Problemen nach vorne und einer wenig berauschenden ersten Hälfte, sah aber im kuriosen 1:0 den Moment, in dem „das Eis gebrochen“ war und Donaustadt die Begegnung Schritt für Schritt auf die eigene Seite zog.

Eine zähe Anfangsphase, dann fällt der Knoten

Ganz so geradlinig, wie es das Endergebnis vermuten lässt, war der Abend für Donaustadt zunächst nicht. Anzböck machte nach dem Spiel deutlich, dass seine Mannschaft vor allem in der Anfangsphase nicht richtig in den Rhythmus gekommen war. „Am Anfang haben wir nach vorne ein bisschen Probleme gehabt“, sagte der Trainer und ergänzte auch, dass Gartenstadt das bis zum 0:0 „wirklich sehr gut gemacht“ habe. Die Gäste standen kompakt, Donaustadt tat sich schwer und fand nach vorne zunächst nicht die nötige Klarheit. Dann kam in der 23. Minute jene Szene, über die Anzböck besonders sprach. Der Tormann der Gäste schoss Mohamed Mansour an, von dort sprang der Ball zum 1:0 ins Tor. Für den Donaustadt-Coach war genau das der Wendepunkt: „Mit dem 1:0 haben wir den Gegner wirklich geknackt.“ Vier Minuten später legte Jonas Braun das 2:0 nach, und spätestens als Moritz Waba in der 35. Minute auf 3:0 stellte, war die Richtung der Partie klarer. Trotzdem wollte Anzböck den ersten Durchgang nicht schöner reden, als er war: „Die erste Halbzeit war nicht berauschend.“

Waba eröffnet nach der Pause, dann wird das Ergebnis deutlich

Entscheidend war aus Sicht des Trainers, dass seine Mannschaft nach der Pause gleich nachlegte und damit jede Hoffnung der Gäste früh beendete. Schon im Interview verwies Anzböck darauf, dass das 2:0 wichtig gewesen sei und das dritte Tor kurz vor der Pause für zusätzliche Sicherheit gesorgt habe. Vollends aufging die Partie dann aber erst mit dem 4:0. Dieses erzielte erneut Moritz Waba in der 52. Minute, und genau diesen Treffer stellte der Trainer besonders heraus: „Wir konnten nach der Pause gleich das 4:0 durch Moritz Waba machen, und das war sicherlich der Schlüssel zum Erfolg.“ Danach zog Donaustadt das Ergebnis konsequent in die Höhe. Mustafa Caner traf in der 60. Minute zum 5:0, Michael Goiss legte nur drei Minuten später das 6:0 nach, und den Schlusspunkt setzte Jonas Braun mit seinem zweiten Treffer in der 90. Minute zum 7:0. Anzböck sah darin dann auch den Unterschied zwischen den beiden Hälften. „Nach der Pause haben wir unser Spiel aufziehen können, gute Aktionen gehabt und uns durch die Tore belohnt“, sagte er. Darum gehe der 7:0-Erfolg „ganz klar in Ordnung“.

Viel Lob für die Geduld, aber auch klare Worte zur Konzentration

So zufrieden Anzböck mit dem Resultat war, so deutlich sprach er auch an, woran seine Mannschaft trotz des Kantersiegs noch arbeiten muss. Als größte Stärke nannte er die Geduld, weil Gartenstadt vor allem vor der Pause sehr kompakt verteidigte und die Räume eng machte. „Wir sind geduldig gewesen“, sagte der Trainer, schob aber gleich hinterher, dass seinem Team in manchen Situationen noch „die Cleverness und die Konzentration“ fehlten, um früher klarer zu werden. Gerade gegen Gegner, die tief und geschlossen stehen, müsse Donaustadt genauer und sauberer spielen. Sonst ziehe sich eine Partie länger, als nötig wäre. Deshalb fiel seine Analyse trotz 3:0-Pausenführung erstaunlich nüchtern aus: „Obwohl wir 3:0 geführt haben, war das kein aufregendes Spiel für die Zuschauer.“ Auch den Auftritt des Gegners ordnete er fair ein, weil Gartenstadt aus seiner Sicht bis zum ersten Gegentor bemüht war und es ordentlich machte. Mit dem Unparteiischen hatte Anzböck ebenfalls kein Thema. Es habe „keine strittigen Situationen“ gegeben, und kleinere Pfiffe auf beiden Seiten seien nicht spielentscheidend gewesen. Unter dem Strich steht damit für Donaustadt in der zweiten Runde der zweite Sieg, aber eben auch die klare Erkenntnis, dass selbst ein 7:0 noch Punkte liefert, an denen weitergearbeitet werden muss.