Autsch – 2 Eigenfehler (21., 25. Minute) nutzen die Gäste eiskalt aus, danach verloren die Gartenstädter das Konzept und liefen in ein bitteres Heimdebakel, das ohne die zahlreichen Paraden von Tormann Jakob noch schlimmer hätte werden können.

„Das erste Tor war der Öffner“: Marswiese wird in Gartenstadt von Minute zu Minute stärker

Bericht LIGAPORTAL Sonntag, 20. September 2026 15:17

In der Oberliga B hat die SZ Marswiese beim ASV Gartenstadt mit 8:0 gewonnen und damit einen klaren Auswärtssieg eingefahren. Trainer Roman Hofstetter sprach danach nicht von einem einzigen Knackpunkt, sah aber einen eindeutigen Verlauf: Nach guten Anfangsminuten und zunächst noch starken Paraden des gegnerischen Tormanns brachte das 1:0 die nötige Leichtigkeit, danach wurde seine Mannschaft immer dominanter.

Der erste Treffer brachte die Leichtigkeit

So deutlich das Ergebnis am Ende auch war, Marswiese musste sich den Weg dorthin zunächst erarbeiten. Hofstetter beschrieb den Beginn als noch umkämpft, sah seine Elf aber schon früh mit klaren Vorteilen nach vorne. „Einen richtigen entscheidenden Moment gab es nicht wirklich. Das erste Tor war ein bisschen der Öffner, danach konnten wir leichtfüßiger spielen“, sagte der Trainer. Zuvor hatte Gartenstadts Tormann einige Möglichkeiten noch entschärft, ehe Florian Komenda in der 21. Minute den Bann brach. Hofstetter hob diesen Treffer besonders hervor, weil er für die nötige Leichtigkeit sorgte. Nur vier Minuten später legte Komenda das 2:0 nach, und noch vor der Pause stellte Joey Ebert in der 38. Minute auf 3:0. Damit war der Spielverlauf schon zur Halbzeit klar in Richtung der Gäste gekippt.

Marswiese blieb am Drücker und ließ kaum etwas zu

Nach dem Seitenwechsel machte Marswiese genauso weiter und nahm dem Spiel endgültig jede Spannung. Wieder war es Komenda, der in der 51. und 56. Minute auf 4:0 und 5:0 stellte. Spätestens da war zu sehen, was Hofstetter mit dem immer größer werdenden Druck meinte. „Am Anfang war es noch ein bisschen umkämpft, aber wir hatten viele Vorteile offensiv. Der Gegner wollte über Konter kommen, das haben wir eigentlich relativ gut unterbunden“, sagte er. Genau dieser Punkt zog sich laut seiner Einschätzung durch die gesamte Partie. Marswiese wurde „von Minute zu Minute stärker, spielsicherer und konnte den Ball mehr laufen lassen“, während sich Gartenstadt immer weiter zurückzog. Julian Petrik erhöhte in der 68. Minute auf 6:0, ehe Komenda mit seinen Treffern in der 83. und 90. Minute einen außergewöhnlich torreichen Nachmittag für die Gäste vollendete und am Ende gleich sechsmal anschrieb.

Viel Lob für die eigene Leistung, aber der Blick bleibt nüchtern

Hofstetter führte den klaren Sieg nicht nur auf die Offensive zurück, sondern vor allem auf das Gesamtpaket seiner Mannschaft. „Spielerisch haben wir wirklich gut geglänzt. Die Restverteidigung war sehr souverän. Wir haben viele Bälle nach Ballverlust wiedererobert und waren sehr bissig in den Zweikämpfen“, sagte der Marswiese-Coach. Auch deshalb kamen die Gastgeber nach seiner Wahrnehmung nur zu wenigen Abschlüssen. „Ich glaube, sie hatten zwei oder drei Torschüsse, den Rest haben wir wirklich gut verteidigt.“ Den Unterschied zwischen beiden Teams sah er entsprechend klar: „Individual- und mannschaftsleistungsmäßig waren wir einfach die bessere Mannschaft. Wir haben im Eins-gegen-Eins viele Situationen gewonnen, kompakter verteidigt und waren offensiv viel variabler.“ Ein paar diskutierbare Abseitsentscheidungen erwähnte Hofstetter zwar ebenfalls, ordnete sie angesichts des deutlichen Verlaufs aber sofort wieder ein. Für die nächsten Wochen bleibt der Ton trotz des 8:0 bewusst sachlich: „Das waren natürlich nicht die zwei schwersten Gegner in den letzten zwei Wochen, aber ein 10:0 und ein 8:0 muss man erst einmal schießen. Wir müssen einfach weitermachen, im Training Gas geben und versuchen, das Beste aus uns rauszuholen.“ Mit nun sechs Punkten aus drei Spielen hat Marswiese damit nicht nur deutlich gewonnen, sondern auch die eigene Richtung klar bestätigt.