Dank einer mannschaftlichen Topleistung gelang Gartenstadt ein unerwarteter, aber verdienter Auswärtssieg gegen einen Meisterschaftsfavoriten.

ASV Gartenstadt-Trainer Michael Marchart: „Eine beeindruckende Mannschaftsleistung“ – 4:2 bei SC Großfeld

Bericht LIGAPORTAL Sonntag, 29. März 2026 11:40

Nach dem Auswärtsspiel bei SC Großfeld ordnete Michael Marchart, Trainer von ASV Gartenstadt, die Lage in der Oberliga B mit klaren Worten ein. Sein Team habe nach schwierigen Anfangsminuten über schnelle Umschaltmomente zunehmend Zugriff bekommen, in der 2. Halbzeit die Chancen eiskalt verwertet und am Ende auswärts mit 4:2 beim Tabellenzweiten gewonnen. Marchart stellte die Geschlossenheit und Effizienz seiner Mannschaft in den Vordergrund und betonte zugleich, dass Großfeld über weite Strecken mehr Ballbesitz und das Chancenplus hatte. Prägend seien zudem Standardsituationen gewesen, die bei starkem Wind enorm gefährlich wurden. Der Tenor: großer Stolz auf eine reife, geschlossene Mannschaftsleistung – und die Überzeugung, dass der Aufsteiger mit diesem Schwung mutig in die nächsten Aufgaben geht.

Wachsender Zugriff und eiskalte Chancenverwertung

Marchart zum Spielverlauf: „Großfeld hat sehr gut begonnen und in den ersten Minuten sehr gute Chancen gehabt, die sie nicht genutzt haben. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser sind wir reingekommen. In der 2. Halbzeit haben wir unsere Möglichkeiten eiskalt genutzt und die drei Punkte eingefahren.“ Auch beim Abschluss sah er Vorteile für die Gastgeber, stellte aber die Effizienz seiner Elf heraus: „Großfeld hatte mehr Chancen als wir, aber wir waren vor dem Tor effizienter.“ Die Torschützen unterstreichen das Bild: Für Gartenstadt traf Fahrettin Kaya dreimal (Dreierpack) und Simon Kern einmal; für Großfeld waren Stefan Martic und Nikita Shashkov erfolgreich.

Standards als Türöffner – Wind als zusätzlicher Faktor

Besonderes Gewicht legte Marchart auf ruhende Bälle: „Es sind auf beiden Seiten Tore aus Standards gefallen. Die Standardsituationen waren extrem gefährlich – auch wegen des Windes. Wir sind durch eine Standardsituation mit 1:0 in Führung gegangen.“ Präzise getretene Bälle und konsequentes Nachsetzen gaben in einer lange offenen Partie oft den Ausschlag; der Wind machte jede Hereingabe zur Herausforderung für die Defensivreihen.

Zweikampfpräsenz, Einheit – und ein klares Signal an die Liga

In der Physis sah Marchart ein Duell auf Augenhöhe, lobte aber die Konsequenz seiner Elf: „Das Spiel war in den Zweikämpfen ausgeglichen. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen: Wir sind konsequent in die Duelle gegangen, jedem Ball nachgelaufen – wir haben nie aufgegeben. Das war eine ganz starke, geschlossene Leistung.“ Sein Fazit setzt den Auswärtssieg ein: „Positiv ist, dass wir gegen den Tabellenzweiten auswärts drei Punkte geholt haben. Wir sehen, dass wir als Aufsteiger in dieser Liga nicht nur mitspielen, sondern auch Spitzenmannschaften schlagen können. Diesen Schwung, diesen Elan und diese Einstellung wollen wir in die nächsten Aufgaben mitnehmen – dann wird sicher noch der eine oder andere Sieg folgen.“